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Dialogreihe der Hochschule für Philosophie am Tegernsee

Das Tegernseer Tal war bereits seit dem Mittelalter Zentrum eines reichen geistigen und intellektuellen Lebens. Der Förderverein Kunst & Kultur Rottach-Egern e.V. freut sich, zusammen mit der Hochschule für Philosophie der Jesuiten diese Tradition weiterzuführen und zu einer Dialogreihe an den Tegernsee einzuladen. Philosophen der Hochschule werden im Dialog mit Vertretern aus Gesellschaft und Wissenschaft drängende Fragen unserer Zeit beleuchten und mögliche Antworten erörtern. Medienpartner ist der Bayerische Rundfunk. Derzeit sind fünf Abende geplant:

18. September, 19 Uhr
Philosophie und Medien: Warum wir mehr Medienethik brauchen
Professor Dr. Alexander Filipović im Dialog mit Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks.
Moderation: Professor Markus Schächter, langjähriger Intendant des ZDF.
Barocksaal im Gymnasium Tegernsee, Eintritt frei

20. November, 19 Uhr
Philosophie und Musik
Professor Dr. Michael Bordt SJ im Gespräch mit dem mehrfach ausgezeichneten Tegernseer Nachwuchspianisten Amadeus Wiesensee.
Moderation: Axel Lindstädt, BR.
Barocksaal im Gymnasium Tegernsee, Eintritt frei

5. Februar 2015
Philosophie und Motivation
Relais & Chateaux Egerner Höfe

März/April 2015
Zur bleibenden Bedeutung des Briefwechsels von Nikolaus Cusanus mit den Mönchen von Tegernsee
Barocksaal im Gymnasium Tegernsee

Philosophisches Leben am Tegernsee?
Sich seiner eigenen Vernunft zu bedienen, menschliches Leben vor den Fundamenten der Antike zu verstehen, die eigenen Traditionen in den Kontext eines breiten geistlichen Lebens zu stellen – so könnte man einige Thesen des Humanismus der Frührenaissance umschreiben.
Denken wir heute an diese Epoche voll von Forschergeist und lebendiger Veränderung, dann erinnern wir uns an Florenz, Venedig, Rom. Wir denken an Reisen zu den Kulturstätten des antiken Griechenlands.
Denn es wissen nicht mehr sehr viele, dass auch das Benediktinerkloster Tegernsee zu den Zentren geistlichen Lebens in der frühen Renaissance zählte. Der Philosoph und Kardinal Nikolaus von Kues – genannt Cusanus – brachte diesen neuen Geist nach Tegernsee: Wirksam wurde dieser Geist in der Reform des benediktinischen Mönchstums in Bayern, das von Tegernsee seinen Ausgang nahm, in den Werken über die Musik des Johannes Keck und den mystischen Schriften des Tegernseer Priors Bernhard von Waging.
Heute gilt es, diese Wurzeln wiederzuentdecken, zu beleben und herauszufinden, wie sie teils offen, teils verborgen das Leben am Tegernsee geprägt haben. Dass der Tegernsee ein guter Ort zum Nachdenken über die Welt und das Leben ist, das hat auch der Münchner Jesuit und Philosoph Albert Keller so gesehen – bis zu seinem Tod 2010 war er schließlich Schützenkurat der Tegernseer Kompanie der Gebirgsschützen.

28. Mai 2015
Weltwirtschaft und Ethik
Vor dem G8-Gipfel in Elmau.
Relais & Chateaux Egerner Höfe

 

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